Aktuelle Fragen und Antworten zur Corona Verordnung BW Stand 21.05.2021

Was gilt für Pferdesport, Reitschulen, Reitplätze etc.?

Ausritte und Reitsport sind erlaubt.

Lockerungen nach dem Stufenplan vom 14. Mai 2021

Öffnungsstufe 1 (7-Tage-Inzidenz im jeweiligen Stadt- oder Landkreis an fünf aufeinander-folgenden Tagen unter 100:

Kontaktarmer Sport auf Sportanlagen/Sportstätten im Freien ist in Gruppen von bis zu 20 Personen  gestattet.

Ausritte sind mit Angehörigen des eigenen Haushalts und eines weiteren Haushalts (maximal fünf  Personen) erlaubt; Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt. Geimpfte und Genesende sowie Kinder der jeweiligen Haushalte bis einschließlich 13 Jahre zählen dabei nicht mit.

Öffnungsstufe 2 (7-Tage-Inzidenz im jeweiligen Stadt- oder Landkreis sinkt in den folgenden 14 Tagen nach der 1. Öffnungsstufe weiter):

Kontaktarmer Freizeit- und Amateursport auf Sportanlagen und Sportstätten im Freien und geschlossenen Räumen ist wieder erlaubt. Die Anzahl der zeitgleich anwesenden Reiterinnen und Reiter ist auf eine Person pro 20 qm zu begrenzen.

Notbremse

In Stadt- und Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz drei Tage in Folge über 100: Sport darf im Freien und geschlossenen Räumen nur noch kontaktlos alleine, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts ausgeübt werden. Geimpfte und Genesene zählen dabei nicht.

Kinder bis einschließlich 13 Jahren dürfen in Gruppen von maximal fünf Kindern kontaktlosen Sport im Freien ausüben. Anleitungspersonen (Übungsleitende) brauchen einen negativen Schnelltest. Dabei ist es ausreichend, wenn Anleitungspersonen zweimal pro Woche einen Schnelltest durchführen lassen – auch wenn sie täglich als Anleitungsperson eingesetzt werden. Diese Testungen sind ohne vorherige konkrete Anforderungen seitens des Gesundheitsamtes vorzunehmen. Bei konkreter Aufforderung des Gesundheitsamtes muss jedoch ein tagesaktueller Test vorgelegt werden, der nicht älter als 24 Stunden sein darf *).

Auf weitläufigen Außensportanlagen dürfen mehrere Gruppen in der angegebenen Größe den Sport ausüben, wenn der Kontakt zwischen den jeweiligen Gruppen ausgeschlossen werden kann. Die Nutzung vom Umkleiden, sanitären Anlagen und anderen Aufenthaltsräumen ist nicht gestattet – Ausnahme für die Einzelnutzung der WCs.

Die zuständigen Behörden vor Ort sind befugt, weitergehende Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen zu erlassen. Sie können aus wichtigem Grund im Einzelfall Abweichungen von diesen Vorgaben zulassen.

Ob eine überdachte Reithalle aufgrund von Belüftungsmöglichkeiten oder der bestehenden Möglichkeit, Hallenseiten komplett zu öffnen als Sportanlage im Freien gilt, muss im Einzelfall von den zuständigen Behörden vor Ort entschieden werden.

*) Die Landesregierung Baden-Württemberg hat mit dem Beschluss vom 1. Mai 2021 in einer Aktualisierung der Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus Klarheit im Umgang mit COVID-19-Schnelltests geschaffen.

Ausgehend von der Anpassung des § 4a Absatz 1 können Übungsleitende Übungsleitende nun bei Anwesenheit eines geeigneten Dritten Trainingseinheiten auch mit negativem Schnelltest durchführen. So heißt es in der neuen Passage: „Die zu testende Person kann die Probeentnahme und Auswertung in einem für die Anwendung durch medizinische Laien zugelassenen Test selbst durchführen, sofern ein geeigneter Beschäftigter oder ein geeigneter Dritter dies überwacht und das Ergebnis bescheinigt“.

LSVBW

Versorgung von Tieren

Neben den unter aufgeführten Regelungen für die Durchführung von Reitstunden muss die tierschutzgerechte Versorgung, Pflege und Bewegung von Tieren aus Gründen des Tierwohls sichergestellt sein. In Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 gelten Ausgangsbeschränkungen. Bitte informieren Sie sich über die 7-Tage-Inzidenz in Ihrem Landkreis. Im Falle einer bestehenden Ausgangsbeschränkung ist der Aufenthalt außerhalb der Wohnung oder sonstigen Unterkunft in der Zeit von 22.00 Uhr bis 05.00 Uhr des Folgetags nur bei Vorliegen triftiger Gründe gestattet. Dazu gehören auch Handlungen zur Versorgung von Tieren.

Zur Bewegung von Pferden aus Gründen des Tierwohls empfehlen wir den Betreibern von Reithallen und Pferdebetrieben ein Konzept zur Bewegung der Pferde zum Schutz des Tierwohls und zur maximalen Kontaktreduzierung auszuarbeiten, welches auf Verlangen der zuständigen Behörde vorgelegt werden kann und u. a. folgende Punkte beinhaltet:

– Notwendiges Minimum an täglicher Bewegung zur Sicherstellung des Tierwohls.

– Wie viele Pferde mit den dazugehörigen Personen sich jeweils gleichzeitig in der Reithalle befinden – maximal eine Person und Pferd pro 200 Quadratmetern.

– Wie sind die Zeiten der Bewegungseinheiten über den Tag verteilt, also eine Art Belegungsplan für die Halle (gegebenenfalls auch mit Pausen zum Lüften, je nach Art der Halle) oder den Außenplatz.

Leitgedanke ist die Gewährleistung des notwendigen Tierschutzes (Bewegen der Tiere) bei maximaler Kontaktreduzierung.

Nähere Informationen zur Pferdehaltung und zum Pferdesport im Zusammenhang mit dem Coronavirus-Geschehen sind auf der Homepage der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) verfügbar. Für Inhalte und Aktualität der Homepage ist die Deutsche Reiterliche Vereinigung selbst verantwortlich.

(Quelle: FAQ zur Corona-Verordnung BW, StM)